Eine Frage der Filmauswahl

Für die Möglichkeiten, die sich für pädagogisch Tätige in der Auseinandersetzung zum Thema Rechtsextremismus mit dem Medium Film bieten, ist es durchaus relevant, wie das Phänomen filmisch dargestellt wird. Aus welcher Perspektive wird erzählt, welche Personen werden vorgestellt, wer erhält Raum für Positionen und Geschichten? Einseitige Darstellungen aus Sicht von sich rechtsextrem Orientierenden, oder gar Neonazis, bringen für das pädagogische Handeln Probleme mit sich. In der Mehrzahl der Filme, die für die politische Bildung empfohlen werden6, wird diese Perspektive weitgehend ungebrochen eingenommen. Die eingangs geschilderten Probleme – Zuschauende sympathisieren mit neonazistischen Personen und deren Positionen – zeigen sich in der Praxis: Pädagog/innen berichten, dass es in der Arbeit mit diesen Filmen sehr schwer sein kann, diskriminierende Meinungen und ausgrenzendes, gewalttätiges Handeln zu hinterfragen und zu kritisieren.